Siemens-Hochhaus darf kein zweites "The Seven" werden

SPD-Stadtratsfraktion setzt sich für bezahlbare Wohnungen im Siemens-Hochhaus ein

München, 8. Oktober 2014 - Im sogenannten Siemens-Hochhaus an der Baierbrunner Straße in Obersendling sollen neue Wohnungen entstehen. Im heutigen Planungsausschuss hat sich die SPD-Stadtratsfraktion mit einem Änderungsantrag dafür eingesetzt, dass das Projekt am Schluss keine Parallelen zum Luxus-Turm „The Seven“ im Gärtnerplatzviertel zeigt.

Die SPD hat dafür gesorgt, dass Architekten, die sich am Wettbewerb für die Umgestaltung des Büro-Gebäudes beteiligen, nun bereits von vornherein mehrere Vorgaben berücksichtigen müssen: 1. In dem Hochhaus werden mindestens zehn Prozent geförderte Wohnungen entstehen.

2. Das oberste Geschoss und die Dachflächen sollen öffentlich zugänglich sein und auch von Menschen genutzt werden können, die nicht in dem Turm wohnen. 3. Um für gemischte Strukturen und eine bessere Nahversorgung zu sorgen, stehen weitere zehn Prozent der Fläche auch für den Einzelhandel, Büros oder Arztpraxen zur Verfügung. Außerdem betont die SPD-Fraktion, dass sie sich eine architektonisch ansprechende Fassaden-Gestaltung für das wuchtige Gebäude wünscht.

Christian Amlong, Stadtrat und Planungssprecher der SPD-Fraktion, sagt:
„Das Siemens-Hochhaus soll keine weitere Münchner Luxus-Immobilie werden. Ein zweites ,The Seven' braucht diese Stadt nicht. Was sie aber braucht, sind bezahlbare Wohnungen. Deshalb haben wir den Architekten heute die Hausaufgabe gegeben, auch geförderte Wohnungen in dem Büro-Haus zu planen. Wir wünschen uns außerdem, dass der Panorama-Blick vom obersten Stockwerk keine exklusive Angelegenheit gut betuchter Mieter wird. Es wäre schön, wenn dort und auf den Dachflächen ein Café entstehen würde, das allen Bürgern zugänglich ist.“

Das Gebäude ist in den Jahren 1961 bis 1963 nach den Plänen des Architekten Hans Maurer gebaut worden. Mit 23 Stockwerken und einer Höhe von 75 Metern war es zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung das höchste Bürohochhaus der Stadt. Der Umbau des Büroturms in ein Wohngebäude ist nur ein Projekt in einem größeren Planungsgebiet: Vor Ort soll ein attraktives Viertel mit insgesamt 1300 neuen Wohnungen entstehen.

blog/siemens-hochhaus_darf_kein_zweites_the_seven_werden.txt · Zuletzt geändert: 2018/06/29 23:58 (Externe Bearbeitung)
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