Seit 1. Juli 2010 betreiben die Neonazis in der Drygalski-Allee 33 ein, wie sie es nennen, Kommunikations- und Informationszentrum. Hier wollen sie sich regelmäßig treffen. Nach eigenen Angaben (auf ihrer Homepage) sind für die kommenden Wochen bereits regelmäßige Versammlungs- und Schulungstätiglkeiten vorgesehen. Zu der Eröffnungsfeier sind Neonazis aus ganz Deutschland eingeladen.
Wir befürchten, dass hier eine neue Neonazizentrale von NPD, BIA und militanten Kameradschaften entstehen soll und der Münchner Süden zum Brennpunkt rechtsextremer Aktivitäten wird.
Das Innenministerium unter Leitung von Joachim Hermann (CSU) war frühzeitig über den Mietvorgang informiert, sah aber keinen Grund, die Nachbarn, zu denen auch der Tölzer Knabenchor und künftig die Waldorfschule gehören, oder den Bezirksausschuss 1), zu informieren.
Dies stößt bei der SPD-Fraktion im BA19 auf Unverständnis. „Mir scheint, das Innenministerium ist auf dem rechten Auge blind“ sagt Micky Wenngatz, die Sprecherin der SPD-Fraktion im BA19, und weiter: „Es ist Herrn Hermann wohl wichtiger das mehrfach ausgezeichnete Antifaschistische Information- und Dokumentationsarchiv (a.i.d.a.) weiter als linksextremistisch und demokratifeindlich zu bezeichnen als konkrete rechtsextremistische Gefahr zu bekämpfen.“ Der Verein a.i.d.a. zählt zu den renomiertesten Gegnern von Neonazis in Deutschland und hat vor ein paar Wochen einen ersten Anmietversuch der Rechtsextremisten in unserem Stadtteil verhindert.